top of page

Führungskräfteentwicklung, die Kreise zieht: Wenn aus Geförderten Förderer werden

vor 12 Stunden
4 Min. Lesezeit

Wie eine starke Führungskultur entsteht


Im ersten Teil unserer Geschichte haben wir Christin auf ihrem Weg von der Mitarbeiterin zur Führungskraft begleitet. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Führungspotenzial erkannt wird und was Nachwuchsführungskräfte brauchen, um sicher in ihre neue Rolle hineinzuwachsen. Dabei wurde bereits deutlich, welche wichtige Rolle Marcel als Unterstützer auf diesem Weg spielt.


Doch die Geschichte beginnt eigentlich viel früher.


Denn auch Marcel stand einmal an einem ähnlichen Punkt. Vor ungefähr vier Jahren erkannte sein Geschäftsbereichsleiter Frank Bünte sein Potenzial und unterstützte ihn auf dem Weg in die Führungsverantwortung. Heute ist Marcel selbst derjenige, der Christin begleitet, ihr etwas zutraut und ihr den Raum gibt, ihren eigenen Weg als Führungskraft zu finden.


Führungskräfteteam im Vertrieb bei den Stadtwerken Stade
Führungskräfteteam im Vertrieb der Stadtwerke Stade

Aus einem Geförderten ist ein Förderer geworden. Und genau darin liegt für uns ein wesentlicher Schlüssel nachhaltiger Führungskräfteentwicklung.


Potenzial erkennen heißt, Menschen etwas zuzutrauen


Gute Führungskräfte fallen nicht vom Himmel. Und nicht immer sind es die Mitarbeitenden mit den klarsten Karriereplänen, die später Verantwortung übernehmen. Marcel erkannte Christins Potenzial und führte sie schrittweise an neue Aufgaben heran. Wie entscheidend diese Rückendeckung für Christin war, beschreibt sie selbst sehr deutlich:

„Ich hätte diese Führungsposition vermutlich nicht übernommen, wenn ich nicht gewusst hätte: Da ist jemand, der hinter mir steht und mich unterstützt.“

Dieser Satz bringt etwas auf den Punkt, das im Führungsalltag leicht unterschätzt wird:

Potenzial zu erkennen reicht nicht. Menschen müssen auch erleben, dass jemand an sie glaubt und ihnen den nächsten Schritt zutraut.


Förderung, die weitergegeben wird


Genau hier schließt sich der Kreis zu Frank Bünte. Als Geschäftsbereichsleiter setzt er bewusst darauf, Führungskräfte aus den eigenen Reihen aufzubauen. Zuerst unterstützte er Marcel. Heute gibt Marcel diese Erfahrung weiter und begleitet Christin. Sie erlebt ihn als Vorbild und Orientierung, möchte gleichzeitig aber ihren eigenen Führungsstil entwickeln.


Für uns steckt darin ein wichtiger Gedanke: Gute Führung produziert keine Kopien. Sie schafft den Raum, in dem neue Führungspersönlichkeiten entstehen können. Was bei einer einzelnen Person beginnt, kann so nach und nach eine ganze Führungskultur prägen.


Wenn aus einzelnen Führungskräften ein Führungsteam wird


Häufig wird Führungskräfteentwicklung vor allem individuell betrachtet: Wer hat Potenzial? Welche Kompetenzen braucht die Person? Welche Qualifizierung ist sinnvoll?


Das ist wichtig, greift aber zu kurz. Denn gute Führung entsteht nicht nur durch individuelle Kompetenz. Entscheidend ist auch, wie Führungskräfte miteinander arbeiten. Regelmäßiger Austausch und kollegiale Beratung schaffen Vertrauen im Führungsteam. Unterschiedliche Perspektiven werden dabei nicht als Konkurrenz verstanden, sondern als Chance und Bereicherung.


Marcel beschreibt es so:

„Unsere Zusammenarbeit lebt von einem offenen Austausch auf Augenhöhe. Unterschiedliche Perspektiven helfen uns dabei, gemeinsam gute Lösungen zu finden.“

Damit verändert sich Führung. Sie liegt nicht mehr ausschließlich auf den Schultern Einzelner.

Aus einzelnen Führungskräften entsteht ein Führungsteam. Und genau darin liegt ein konkreter Nutzen für die Organisation: Führungskompetenz wird breiter aufgestellt und Zusammenarbeit gestärkt.


Lernen braucht Praxis und einen geschützten Raum


Ein unterstützendes Umfeld allein reicht jedoch nicht. Wer neu in Führung geht, braucht auch Gelegenheit, die eigene Rolle zu finden, schwierige Situationen zu reflektieren und Sicherheit zu gewinnen. Diesen Raum haben Marcel und Christin in unserer Fit4Leadership Professional-Ausbildung erlebt. Marcel erinnert sich noch gern zurück:

„Man kann mit den Problemen, die man im Alltag hat, direkt in die Ausbildung kommen – dafür ist Zeit und ein offenes Ohr da. Jeder hat die Möglichkeit, in diesen vier Monaten eine persönliche Entwicklung zu erleben.“

Und Christin hat als Fazit ein Bild gefunden, das uns besonders gefällt:

„Ich bin mit einem leeren Rucksack in die Ausbildung gegangen und habe einen vollen mitgenommen. Ich habe alles Wichtige, was ich brauche. Vor allem einen Kompass für mich.“

Gerade dieses Bild beschreibt sehr schön, worum es geht: Eine Ausbildung kann Orientierung geben, Methoden vermitteln und Reflexion ermöglichen. Ob daraus gute Führung entsteht, entscheidet sich jedoch im Alltag: im Gespräch mit Mitarbeitenden, in schwierigen Entscheidungen, beim Setzen von Prioritäten und immer wieder auch im Austausch mit anderen Führungskräften.


Führungskräfteentwicklung ist mehr als Qualifizierung


Die Geschichte von Frank, Marcel und Christin zeigt, dass nachhaltige Führungskräfteentwicklung mehr braucht als ein gutes Entwicklungsprogramm. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Vertrauen, Lerngelegenheiten und einer Führungskultur, in der Entwicklung ausdrücklich gewollt ist.


Für Frank Bünte, der bei den Stadtwerken Stade den Vertrieb verantwortet, ist die Entwicklung eigener Nachwuchskräfte deshalb ein wichtiges Anliegen:

„Als Geschäftsbereichsleiter ist es mir besonders wichtig, auch in Zukunft gut ausgebildetes Führungspersonal zu haben. Der Vorteil ist, dass persönliche Möglichkeiten der Weiterentwicklung zu mehr Mitarbeiterbindung und -engagement führen. Eine Win-win-Situation für beide Seiten.“

Wenn Unternehmen Führungspotenziale in den eigenen Reihen erkennen und gezielt entwickeln, profitieren deshalb nicht nur diejenigen, die den nächsten Schritt gehen. Auch die Führungskompetenz im Unternehmen entwickelt sich weiter und die Zusammenarbeit wird gestärkt.


Gute Führung entwickelt gute Führung.


Vielleicht ist genau das die nachhaltigste Form von Führungskräfteentwicklung: Menschen so zu stärken, dass sie später selbst andere stark machen.


Ihr möchtet Mitarbeitende mit Führungspotenzial gezielt auf ihre neue Rolle vorbereiten und gleichzeitig die Führungsarbeit in eurem Unternehmen stärken?


Mit Fit4Leadership Professional schaffen wir einen praxisnahen Entwicklungsraum, in dem angehende und neue Führungskräfte konkrete Herausforderungen bearbeiten, ihre Rolle reflektieren und ihren eigenen Führungsstil entwickeln.


Interesse? Wir freuen uns auf den Austausch mit euch. Einfach Kontakt aufnehmen.

bottom of page