Bauleiterin aus Leidenschaft

Aktualisiert: vor 2 Stunden

Lächelnd kommt sie mir entgegen, ein Buch unter dem Arm, mit festem Schritt. Das ist IHRE Baustelle, IHR Revier - hier mitten in Hamburg am Rödingsmarkt. Wir stehen in einem großen Innenhof, der gerade für ein Tiefgeschoss ausgebaggert wird. Katarina erzählt, wo die Herausforderungen liegen und was alles zu bedenken ist.

Ich freue mich, sie heute an ihrem Arbeitsplatz besuchen zu können. Kennen und schätzen gelernt habe ich sie in unserer Ausbildung für Nachwuchsführungskräfte. Ich kann mich noch an den ersten Tag erinnern, wo ihr die Skepsis ins Gesicht geschrieben stand. Aber die ist schnell der Neugier gewichen. Und heute, fünf Monate später, stehen wir hier auf ihrer Baustelle.


Jetzt geht es in das hintere Gebäude, ins obere Stockwerk. Hier werden Betondecken und -stützen saniert. Eine spezielle Aufgabe, mit der ihr Team ebenfalls betraut ist. ECHTERHOFF, ein traditionsreiches Familienunternehmen, das bundesweit sehr vielfältig tätig ist, hat sich hier in Hamburg inzwischen auch mit Bausanierungen einen Namen gemacht. Anteil daran hat auch Katarina mit ihrer engagierten und qualifizierten Arbeit.


Möglichkeiten der Entfaltung zu haben, das gefällt ihr besonders an ihrem Arbeitgeber. Zudem kennt man sich untereinander gut und pflegt einen kollegialen und wertschätzenden Austausch.

In unserem Gespräch wollte ich natürlich auch erfahren, was sie aus der Ausbildung mit in ihren Alltag genommen hat. Also fragte ich Katarina unter anderem, was sie heute - nach der Ausbildung - anders macht. Ihre Antwort:

"Ich bereite mich rechtzeitig auf Aufgaben und Termine vor. Dadurch bin ich fokussierter, effizienter und gelassener. Und ich binde meine Mitarbeiter regelmäßig ein. Eine Methode hat mir besonders gut gefallen, das sogenannte Weekly. Jeden Montag treffen wir uns und besprechen die Woche. Wenn mehr zu regeln ist, treffen wir uns sogar täglich. Das fördert den Zusammenhalt und stärkt das Verantwortungsgefühl."

Auf meine Frage, wie sie für sich persönlich von unserer Ausbildung profitiert hat, erhalte ich von ihr ein klares Statement:

"Ich habe mehr Selbstvertrauen. Vor allem bin ich jetzt besser auf Konflikte vorbereitet. Natürlich hofft man darauf, dass Mitarbeitende selbst ihre Probleme miteinander lösen. Sollte das aber nicht gelingen, setzen wir uns zu dritt zusammen und suchen gemeinsam nach einem Weg. Denn Unstimmigkeiten haben immer Auswirkungen auf die Leistung meines Teams. Heute bin ich in der Lage, das zügig konkret anzusprechen. Und ich merke, dass mein Team dankbar ist und ich spüre auch den Respekt für meine Führungsarbeit."

In unserem Gespräch tauschen wir uns noch über einige andere Fragen und gemeinsame Erfahrungen aus. Bereits während der Ausbildung ist das Vertrauen zwischen Katarina und mir gewachsen. Nicht zuletzt war ich als gelernte Bauingenieurin natürlich neugierig, wie der Alltag für sie aussieht. Allerdings ist es für den Erfolg unserer Arbeit ebenso wichtig, nah an den Bedürfnissen und Wünschen unserer Kunden zu sein. Und so war es mir eine Freude, Katarina in ihrem Alltag zu erleben.


Schon wartet der nächste Termin. Man sagt ja immer, auf der Baustelle geht es rau aber herzlich zu. Wir verabschieden uns auf jeden Fall sehr herzlich bis zu einem nächsten Wiedersehen.


Anette Altrock, Geschäftsführerin von Coltos besucht Katarina von Bauunternehmung Gebr. Echterhoff auf ihrer Baustelle Infos zur Ausbildung